From the magazine ZStrR 1/2017 | S. 110-116 The following page is 110

Literatur

Nachträgliche Anordnung stationärer therapeutischer Massnahmen Eine Auseinandersetzung mit Art. 65 Abs. 1 StGB Luzerner Beiträge zur Rechtswissenschaft, Bd. 102, Schulthess Juristische Medien AG, Zürich/Basel/Genf 2015, 368 Seiten, ISBN 978-37255-7350-9, CHF 84.–

In der schweizerischen Gerichtspraxis gewinnen die therapeutischen Massnahmen – als Ergänzung zu den Geld- und Freiheitsstrafen – immer mehr an Bedeutung. Solche stark spezialpräventiv ausgerichteten Sanktionen gewähren dem Beurteilten nicht nur (und auch keineswegs immer) eine angemessene Behandlung im Vollzug. Sie bewirken vielmehr für ihn häufig einen langen und zeitlich unbestimmten Freiheitsentzug. Das führt zu einem entsprechend erhöhten Legitimationsbedarf gegenüber den davon betroffenen Personen, zumal das aktuelle Massnahmensystem durch eine hohe Flexibilität (Austauschbarkeit der Sanktionen) gekennzeichnet ist. Vor diesem kriminalpolitischen Hintergrund kommt der vom Gesetz neuerdings vorgesehenen…

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