From the magazine ZStrR 4/2019 | S. 366-399 The following page is 366

Strafrechtliche Verantwortlichkeit für «smarte» Produkte

am Beispiel der Fahrautomatisierung**

Aus der ZeitschriftZStrR 4/2019 | S. 366–399 Es folgt Seite № 367

I. Herausforderung tradierter Produktverantwortlichkeit durch «smarte» Produkte

Ein funktionierender Warenaustausch und ein effizient fliessender Individualverkehr sind zentrale Voraussetzungen für die Leistungsfähigkeit einer modernen Gesellschaft, die auf arbeitsteilige Spezialisierung und hohe individuelle Mobilität angewiesen ist. Dies wird auch künftig so bleiben, wenn «smarte» Produkte eine Vernetzung und situationsadäquate Individualisierung von Gebrauchsgegenständen erlauben. Diese sollen in der Lage sein, sich möglichst optimal an eine Nutzung im Einzelfall anzupassen, weil sie mithilfe von Schnittstellen, vorprogrammierter und «lernender»1 Algorithmen nicht unbedingt nach einem vorab starr festgelegten «wenn/dann»-Schema funktionieren, sondern sich je nach Einsatz an situative Anforderungen anpassen können.2

Aus strafrechtlicher Sicht stellen sich mit Blick auf «smarte»…

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