From the magazine ZStrR 1/2018 | S. 55-89 The following page is 55

Vom Geschädigten zum Privatkläger

Hürden und Hilfestellungen bei der Konstituierung als Privatklägerschaft

I. Einleitung

Dass sich der Geschädigte am Strafverfahren beteiligen kann, ist keine Selbstverständlichkeit. Denn Gegenstand des Strafverfahrens ist in erster Linie die Verletzung eines staatlichen Verbotes und damit eine Angelegenheit zwischen Beschuldigtem und Staat. Geht es dem Geschädigten um seine Zivilansprüche, mag die Legitimität seiner Beteiligung noch einleuchten: Ein Schuldspruch hat spürbare Auswirkungen auf die Durchsetzbarkeit seiner Zivilforderungen, sodass für ihn zumindest ein mittelbares Interesse am Verlauf des Strafverfahrens besteht. Allerdings sieht die Strafprozessordnung vor, dass sich der Geschädigte auch (oder auch nur) als Privatkläger «im Strafpunkt» konstituieren kann (Art. 119 Abs. 2 Aus der ZeitschriftZStrR 1/2018 | S. 55–89 Es folgt Seite № 56StPO). Warum sollte der im Strafverfahren als Privatperson auftretende Privatkläger ein unmittelbares Interesse an der Durchsetzung des staatlichen Strafanspruchs haben können und…

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