From the magazine ZStrR 2/2014 | p. 143-167 The following page is 143

Praktische Fragen zur Durchführung stationärer Therapien im geschlossenen Strafvollzug nach Art. 59 Abs. 3 StGB

I. Einleitung

Seitdem der Bundesrat in einem Bericht1 festgehalten hat, dass es zwischen 2005 und 2010 im Straf- und Massnahmenvollzug zu einer regelrechten Kostenexplosion gekommen ist, steht die forensische Psychiatrie zunehmend in der öffentlichen Kritik. Die Vorwürfe kommen dabei nicht nur von den gewohnten Randgruppierungen von Angehörigen einzelner Häftlinge, sondern vermehrt auch von Politikern und Exponenten der Publikumsmedien. Immer mehr Täter kämen «in den Genuss von teuren Therapien», Psychiater und Gutachter verdienten sich dabei «eine goldene Nase».2 Kostentreiber bei diesen Mehrausgaben sind, soviel ist unbestritten, vor allem die stationären therapeutischen Massnahmen nach Art. 59 StGB, die gemäss Abs. 3 auch im geschlossenen Setting durchgeführt werden können. Pro Tag kostet die stationäre Therapie nach Art. 59 Abs. 3 StGB je nach Unterbringungsart zwischen 600 und 1300 Franken – im Gegensatz zu ca. 300 Franken pro Tag für einen Gefangenen im…

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